Ich bin ein Fan.

Ein Fan von guten Büchern und guten Texten – ein textfan.

Ich lese und schreibe für euch.

Kunstdepression

Reich war ich nie, doch durchaus anerkannt.
So dachte ich, bis noch vor Kurzem.
Bin für das System nicht relevant.
Sagen solche, die in weiche Kissen furzen.

Sechzehn Frauen am Tisch

Diesen kleinen Text habe ich für meine Freundinnen, die „Laufmädels“, geschrieben.  Er ist schon etwas älter und fiel mir beim Durchblättern meines Schreibordners in die Finger. Ich habe meinen Freundinnen nie erzählt, dass sie mich immer wieder dazu animieren, Begebenheiten aufzuschreiben. Gerade jetzt spüre ich, wie sehr sie mir fehlen. …

Die Kinder sind aus dem Haus

Vielleicht kennen Sie diese Situation? Die Kinder sind gerade aus dem Haus. Sie atmen kräftig durch. Ihr Leben hat wieder Freiheiten. Freiheiten, von denen Sie nur noch eine vage Vorstellung haben, dass Sie sie einmal da waren. Gut, da ist auch ein bisschen Wehmut. Aber mal ganz ehrlich: so schlimm …

Das Gefühl

Irgendwo war es ihr abhandengekommen.
Sie hatte es verloren im Getriebe der Zeit.

Als sie es bemerkte, suchte sie es.
Dekorierte, backte Plätzchen,
entzündete Hunderte von Kerzen.
Vergebens, es ließ sich nicht blicken.
Sie hatte es verloren im Getriebe der Zeit.

Fand sich wieder, in diesem Laden.
trat beherzt in das Hell,
heraus aus dem Getümmel der Straße.
Leute drängten, schoben, beladen mit Tüten,
an Schaufenstern vorbei, durch kalte Abendluft.

Ihre Taschen waren gefüllt.
Sie hatte alles erledigt, alles erstanden,
war müde, wollte nach Haus.

Ein Blick durch den Laden,
Kleider, Bücher, Spielzeug, Kugeln, Lichterwerk.
Dies und das.

Der Ohrensessel in der Ecke flüsterte:
Setz Dich, ruh dich aus.
Setz Dich.
Der Laden war fast leer.
Verkäuferinnen freundlich nickend,
Engelsgesichter aus dem Off.

Da sank sie nieder in weiche Kissen,
schloss die Augen für den Moment.
Es roch nach Tannengrün, Orange, ein wenig Zimt,
Musik schlängelte sich leise in ihr Ohr.

Beinah hätte sie den Schrei getan,
verwundert, fast erschrocken, übermannt.

Mitten drin in ihrem Bauch,
kribbelnd, schmeichelnd, wohlbekannt,
Gefühl aus Kindertagen,
es hatte sie gefunden im Getriebe der Zeit.

Effingers

Der Roman „Effingers“ ist mir durch Zufall in die Hände gefallen. Entdeckt habe ich das Buch, als ich vor wenigen Wochen bei meiner Lieblingsbuchhandlung vorbeischaute. Was für ein dicker Schinken, dachte ich und griff instinktiv nach dem Buch, denn dicke Schinken versprechen ein lang anhaltendes Leseglück. Der Klappentext überzeugte, da …

Karin Kricsfalussy

textfan.de ist ein persönlicher Blog mit Buchrezensionen und selbstverfassten Texten. Alle Texte geben die private Meinung des jeweiligen Verfassers wieder.

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