Büchertipps

Worpswede und ein kleiner Literaturcheck

Hallo Textfans! Endlich habe ich den Barkenhoff gesehen. Seit ich den Roman „Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick, erschienen bei Kiepenheuer&Witsch, gelesen habe, treibt mich der Gedanke um, dort einmal hinzufahren. Ich wollte sie sehen, die legendäre Künstlerkolonie in Worpswede, unweit von Bremen gelegen. Wollte dort mit eigenen Augen prüfen, …

Der Stotterer

Lieber Charles Lewinsky,

das Buch „Der Stotterer“ hat mir eine liebe Freundin geschenkt. Sie hatte eine Rezension im Radio gehört und an mich gedacht: Ich, die Viel-Leserin, würde dieses Buch mögen.

Tage ohne Ende

Thomas McNulty und John Cole sind schwul. Die Tatsache, dass die beiden ein Liebespaar sind, spielt in Sebastian Barrys aufwühlendem Neo-Western „Tage ohne Ende“, der in der Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika spielt, eine feine, doch eher untergeordnete Rolle. Worte wie „schwul“ oder „homosexuell“ wird der Leser nicht finden. …

Die einzige Geschichte

Paul ist neunzehn, gelangweilt, ein Schnösel, der auf seine Umwelt mit Hohn und Spott reagiert. Seine Semesterferien verbringt er bei seinen Eltern in einem Londoner Vorort, einer gut situierten, konservativ geprägten Gegend. Um nicht nur herumzuhängen, folgt er widerwillig der Aufforderung seiner Mutter und tritt dem örtlichen Tennisclub bei. Dort …

Fräulein Nettes kurzer Sommer

In ihrem Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ führt uns die Autorin Karen Duve in das westfälische Münsterland Anfang des 19. Jahrhunderts. Detailreich berichtet das Buch aus dem Leben des Freifräuleins Annette von Droste-Hülshoff. Man fragt sich, was Fräulein Nette zu diesem 580 Seiten starken Roman über die entscheidenden Jahre ihrer …

Das Leuchten in mir

 „Meine bisherigen Tage waren die kleinen Kieselsteine eines wohlgeordneten Lebens gewesen, eines alten Versprechens, vorgezeichneten Bahnen zu folgen, vorgezeichnet von anderen, die an perfekte Wege oder wenigstens an tugendhafte Lügen glaubten. Meine künftigen Tage versprachen stürmisch zu werden.“

Aha, denkt der Leser, das ist ein Klassiker. Er hat die ersten Seiten des Romans „Das Leuchten in mir“ von Gregoire Delacourt gelesen und findet sich in einer altbekannten Geschichte wieder: Eine glücklich verheiratete Frau mittleren Alters verliebt sich in einen Fremden. Ein klassisches Thema und doch anders, überraschend und intensiv.

Der Wortschatz

«Uns ist nicht viel Zeit gegeben, doch gibt es so viele Geschichten, die wir verfolgen können. Man muss sich ganz genau überlegen, welche Geschichte es denn wert ist, sein Leben mit ihr zu verbringen.»

Eine dieser Geschichten, die es wert sind, ein wenig Lebenszeit mit ihr zu verbringen, ist der Roman „Der Wortschatz“ von Elias Vorpahl. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein kleines Wort, das seine Bedeutung, seinen Sinn verloren hat. Um Bedeutung und Sinn wiederzufinden, begibt sich das Wort auf die Suche und reist dabei durch die Welt der Sprache. Dabei erfährt es zahlreiche Dinge, spannend und erkenntnisreich zugleich…

Kricsfalussy_28.10.2020_0002

textfan.de ist ein persönlicher Blog mit Buchrezensionen und selbstverfassten Texten. Alle Texte geben die private Meinung des jeweiligen Verfassers wieder.

Mai 2022
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Neueste Kommentare

© textfan.de

Scroll to Top